Tuesday, November 28, 2006

Fotoerklaerung

So, jetzt noch die ueberfaellige Fotoerklaerung:

1.Bild: Sonnenuntergang in der Sierra Nevada vor unserem Aufstieg zum Mulhacín.
2.Bild: Campusgelaende in San Vicente, in dem Gebaeude hatte ich im September den Sprachkurs.
3.Bild: Hafen von Alicante.
4.Bild: Die "Moros y Cristianos" in Calpe.
5.Bild: Auf dem Gipfel des Mulhacín:)
6.Bild: Tja..das habt ihr wahrscheinlich aufgrund eurer guten Schulbildung eh alle laengst erkannt!

Das naechste Mal erfolgt die Veroeffentlichung dann etwas professioneller...;)

Monday, November 27, 2006

Entspannt in meiner Zweitwohnung:)

Halloe (das sieht ja aus!) ihr Lieben!

Ja, also die Zweitwohnung ist eigentlich gar nicht meine Zweitwohnung, sondern gehoert zum Marcos, aber mittlerweile bin ich hier auch schon fast zu Hause - sei es zum Film gucken (mit dem Uebersetzer gleich daneben), Kochen (meistens muss ich mich aber nur noch an den gedeckten Tisch setzen), Neuigkeiten austauschen, Musik hoeren. Da mir im Moment nichts wahnsinnig Spektakulaeres einfaellt, ich aber auch all den treuen Seelen, die immer wieder mal meinen Blog heimsuchen, endlich mal wieder neue Lektuere anbieten will, folgt jetzt ein kleiner Schwank aus der letzten Woche!
Freitagabend war ich hier zum ersten Mal im Kino - erfreuliche Entdeckung: Auch hier gibt es Alternativkinos (bin da waehrend meiner Aufenthalte im schoenen Sachsenlande ja ziemlich verwoehnt worden)! Ich habe mir mit ein paar Freunden einen Dokumentarfilm ueber eine Salzkarawane im Himalaya angesehen, die einem sehr gut wieder einmal vor Augen gefuehrt hat, unter welch schwierigen Umstaenden ein Grossteil der Menschen wohnt! Allerdings war es doch eine sehr merkwuerdige Erfahrung, die Menschen aus Tibet spanisch sprechen zu hoeren - Untertitel waeren sehr viel authentischer gewesen!
Danch ging's weiter zu einem kostenlosen Flamencokonzert im Jamboree und gaaanz muede zurueck nach Hause.
Am Samstag bin ich doch tatsaechlich zur Uni geradelt (allerdings um zu klettern, gibt dort einen winzigen Kletterhallenverschnitt, nicht um zu lernen...) und habe praktischerweise auch gleich einen Kletterer angetroffen, mit dem ich mich fuer den Sonntag zum draussen Klettern verabredet habe, stammt aus der Schweiz, ist aber halb Armenier und spricht ausserdem noch tuerkisch. Samstag nachmittag habe ich mich einer Trommelgruppe der Uni angeschlossen, musste aber ohne Vorwarnung erstmal eine Stunde lang brasilianische Samba tanzen bevor das eigentliche Trommeln begann! Am Abend sind der Che (Marcos) und ich nach San Vicente geradelt um kostenlos (da Open Air) ein Konzert von Fito&Fitipaldis anzuhoeren (die machen richtig gute Rumhuepfmusik!), ganz gemuetlich mit Weinchen auf einem Platz ausserhalb der Konzertarena (sonst haetten wir naemlich 20 Euro berappen muesssen).
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Kletterns - diesmal gings nach Forada, ein Klettergebiet, das ca. 40min von Alicante entfernt ist. Und wen treffen wir sofort bei der Ankunft auf dem Parkplatz? - Die Cora, mit der ich ganz am Anfang mit zwei Spaniern ab und zu mal Klettern gegangen bin!! Die (Kletter-)welt ist ein Dorf, oder, wie man hier sagt, ein Taschentuch:)

Friday, November 17, 2006





Monday, November 06, 2006

Ihr Lieben!

Ein Gruß zur guten Nacht, wo auch immer auf dieser großen, bunten, für einen Menschen nicht fassbaren Welt ihr euch befindet:)
Ich habe gerade wohl eines der schönsten Gedichte meines Lebens gelesen, nur leider stammt es von Pablo Neruda (soll heißen, ist auf Spanisch verfasst). Da ich aber all den Spanischunkundigen dieses Juwel nicht vorenthalten will, habe ich es zu nächtlicher Stunde rohübersetzt - also bitte zurücklehnen und sich den Worten ganz hingeben...

PABLO NERUDA

Den verlässt das Leben, der sich von der Macht der Gewohnheit versklaven lässt,
jeden Tag die selben Wege geht, nie eine neue Richtung einschlägt,
sich nicht traut, eine neue Farbe auszuprobieren und
mit niemandem spricht, den er nicht kennt.

Den verlässt das Leben, der sich nie von dem Gefühl der Leidenschaft mitreißen lässt,
der lieber Schwarz als Weiss sieht, fuer den der korrekt gesetzte I-Punkt alles bedeutet und der Taumel der Gefuehle nichts,
jener Wirbel der Emotionen, der einem paar strahlender Augen den Glanz verleiht,
den Lustlosen lachend aus seinem Sumpf zieht,
mit tapferem Herzen den Hindernissen entgegentreten -
Gefuehle.

Den verlässt langsam das Leben, der nicht den Tisch umstößt,
wenn er mit seiner Arbeit unzufrieden ist,
der die Gewissheit nie gegen das Ungewisse eintauscht,
um über seine Träume hinauszuleben,
der nicht wenigstens einmal in seinem Leben die Stimme der Vernunft unbeachtet lässt.

Den verlässt langsam das Leben, der nicht reist,
nicht liest, nicht Musik hört,
der nicht in sich selbst Erfüllung findet.

Den verlässt langsam das Leben, der seine eigene Liebe zerstört,
der sich nicht helfen lässt.

Den verlässt langsam das Leben, der sich zeitlebens über sein Pech
und den unaufhörlichen Regen beklagt.

Den verlässt langsam das Leben, der ein Projekt aufgibt bevor er es beginnt,
der nicht nachfragt, wenn er etwas nicht kennt,
oder nicht antwortet, wenn er gefragt wird, auch wenn er die Antwort weiß.

Lasst uns dem unmerklichen sanften Tod ausweichen,
in dem Bewusstsein,
dass Leben viel mehr bedeutet,
als nur zu atmen.