Das letzte Wochenende
Wie schoen!! Auch in Alicamte kann frau also in den Genuss von Ska-Musik kommen, alles eine Frage der richtigen Internetseite und eines aufmerksamen Beobachterblickes im Alicantiner Stadtgeschehen (an jeder halbwegs geeigneten Flaeche haengen Plakate mit Ankuendigungen fuer Konzerte, ERASMUS-Parties (uebe mich in Enthaltsamkeit), Liederabende, Schoenheitsoperationen, Autoverkaeufe...). Fuer Ska- und Reggaebegeisterte Leute ist hier das Jamboree zu empfehlen, dort habe ich auch schon ein Konzert der Band "Fnkfabrik" aus Berlin (!!!) besucht sowie letzten Freitag besagtes Skakonzert.
Erkenntnisse: Auch den Spaniern gefaellt Ska (habe noch nie so viele Leute so dicht aneinandergedraengt gesehen, da war Tanzen kaum moeglich-Spass hat's trotzdem gemacht!), nur der Porrokonsum ist ungefaehr zehnmal so hoch - Marihuana ist hier das Normalste auf der Welt, auch bei uns auf der Terrasse steht eine Pflanze und wird gehegt und gepflegt (kann schon sein, dass beim Abendessen auf der Terrassse ab und zu ein lieblicher Duft herueberweht...). Noch extremer ist der Mitbewohner vom Marcos, der hat gleich ein ganzes Zimmer der Marihuanapflanzenzucht verschrieben und laesst das Licht jetzt dauerbrennen (kein Kommentar). Am selben Abend war dann auch noch ein Hospitalityclubmitglied aus dem scheenen Bayern eingetroffen (hatte ich an Marcos weitervermittelt), so dass wir uns mit der ebenfalls ueber den HC gekommenen Mitbewohnerin von Marcos und Eloy einen internationalen Abend gemacht haben (uuuh...das Deutsch, es leidet...): Argentinien-Ungarn-Deutschland-Bayern.
Am Samstag abend bin ich dann mit zwei Freunden nach Calpe gefahren, liegt ca. 1,5 Stunden von Alicante entfernt und scharft den Blick fuer all das, was Alicante NICHT zu bieten hat: mediterranes Flair, einen spektakulaeren Felsen im Meer, der bewandert und beklettert werden kann, niedliche kleine Gassen, Wandmalereien (damit ist nicht Graffitti gemeint) und vor allem: die Fiesta "Moros y Cristianos", in der die Rueckeroberung resp. Verteidigung spanischen Territorriums gegen die Mauren dargestellt und ausgiebig gefeiert wird. Zunaechst wurden wir Zeugen eines pompoesen Umzugs, der so knappe vier Stunden gedauert und an dem so ungefaehr ganz Calpe auf die ein oder andere Weise teilgenommen hat-ausgefallene Kostueme, exotische Musik und ein frenetisch feierndes Publikum liessen mich dazu verleiten, grob geschaetzt 150 Fotos zu knipsen... (ab morgen habe ich dann endlich meinen Laptop und kann euch Beweismaterial vorlegen!!). Ausklang fand die Fiesta in einer die Nacht zum Tage machenden Dauerfete mit traditioneller Blasmusik (mit Pauken und Trompeten laesst sich's am Treffendsten beschreiben) und viiiiel mehr oder weniger harmlosen Getraenken... Hoehepunkt war fuer mich die Entscheidung, die Feier spontan in den Vorraum einer Bank zu verlegen und bei laufender Ueberwachungskamera nochmal so richtig aufzudrehen:)
Soo, die Uni ruft, bald mehr!

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