Thursday, September 28, 2006
Saturday, September 23, 2006
Einen schoenen guten Morgen, in welchem Winkelchen der Erde ihr euch auch immer auhalten moegt!
Ich bin vor ca. einer halben Stunde aus den (nicht vorhandenen) Federn gekrochen (wer sich hier grossartig zudeckt, der wacht morgens in einer Lache auf) und werde mich baldigst auf den Mercado vor unserer Haustuer begeben, um frisches Obst und Gemuese zu kaufen. Danach muss ich endlich das Buch fuer unseren Spanischkurs auslesen, was nur dadurch erschwert wird, das ich fast nichts verstehe! Fuer das erste Buch, das ich in Spanisch lese, ist es sehr kompliziert geschrieben und erstaunlich undurchsichtig! Aber egal, jetzt lieber ein paar erfreuliche Dinge! Gestern abend habe ich eine italienische Freundin (auch aus dem Kurs) in ihrer neuen WG besucht, vorher hat sie naemlich in einer dunklen Absteige unter einem sehr geeldgierigen Vermieter gelitten, konnte sich aber aufgrund ihrer sehr guten Spanischkenntnisse (hat schon in Barca gelebt) herauswinden. Jetzt wohnt sie mit vier Spanierinnen zusammen und jede NAcht findet eine Hausparty statt - Fortschritt in Bezug auf die WG darf angezweifelt werden... Dafuer waren die Leute aber alle sehr nett und kommunikativ, obwohl ich noch lange nicht alles verstehe. Kann mittlerweile auch noch viel besser nachempfinden, wie sich jemand fuehlen muss, der in eine fremdes Land kommt, dessen Sprache er nicht oder kaum beherrscht! Die Feier ging gegen ein Uhr los und war vier Uhr immer noch in vollem Gange, da konnte ich abermeine Augen nicht laenger ofen halten und habe mich auf den Heimweg gemacht, auf dem sich mir gleich zwei Kuriositaeten dargeboten haben:1. ein Rentner in Unterhose, der nachts viertel fuenf durch die Strassen von Alicante joggt und 2. eine Riege von drei Jungs, die sich alle an einer Hauswand aufgestellt hatten um Pipi zu machen (haette eigentlich ein Beweisfoto machen muessen, mich dann aber nicht getraut, wer weiss, wie in Spanien auf Paparazzi reagiert wird...)
Ansonsten treibe ich hier ganz wundervoll viel Sport, gestern war ich zum Beispiel mit MArcos, dem Rgentinier, joggen in einem Park, in dem sich der sportliche Teil der Bevoelkerung trifft. Allerdings muesst ihr wissen, dass Marcos in Argentiniern jede Woche an irgendeinem Marathon teilgenommen hat, die Voraussetzungen aso nicht hundertprozentig deckungsgleich sind...!
Was mich besonders freut: Bereits zweimal sind die Cora (andere Deutsche) und ich mit zwei seeeehr netten spanischen Jungs zum Klettern an Felsen hier in der Umgegend gefahren - FANTASTISCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Daneben gehe ich Squash spielen und fast jeden Abend an den Strand zum Beachvolleyballspielen. Habe naemlich gluecklicherweise einen ganz schoen sportbegeisterten Sprachkurs! Bei uns ist eine richtige Epidemie ausgebrochen, hier gibt es naemlich ein grosses Sprortgeschaeft, dass einfach alles im Angebot hat, und mittlerweile hat sich schon der halbe Kurs dort mit Volleybaellen und anderen Sportgeraeten eingedeckt! Seit gestern habe ich auch ein Fahrrad: der Freund vom Marcos (stammt aus dessen Heimatort, Mar de Plata) braucht seins im Moment nicht und hat es mir einfach mal auf unbestimmte Zeit geliehen!!!!!!! Ich habe ein Riesenglueck, hier schon so viele wunderbare Menschen getroffen zu haben!!
Tja, was gibt es noch zu sagen? Die Supermaerkte (Mercadona dominiert alles) haben hier meist zwei Ein- und Ausgaenge, ziemlich praktisch, wie ich finde. Aus allen Autos schallt die gleiche Musik (oder habe ich das schon erwaehnt?) und von Muelltrennung haben hier die meisten noch nix gehoert. Bei uns in der WG habe ich dieses kostbare Gut deutscher Kultur allerdings gleich durchgesetzt! ;)
So, auf zum Mercado und bis zum naechsten MAl!
P.S.: Schreibt mir doch mal, was ihr noch so hoeren wollt, ich freue mich ueber jede Reaktion und Neuigkeiten aus DD!
Tuesday, September 19, 2006
Hola;) Heute endlich wieder ein paar Geschichtchen aus und ueber Spanien!
Zunaechst der aktuelle Wetterbericht: ca. 35 Grad und wolkenloser Himmel, dafuer aber wie immer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gerade in den ersten Tagen kommen die meisten Neuankoemmlinge aus dem Schwitzen gar nicht mehr heraus - ein unschlagbares System, um Erasmusstudenten zu erkennen! (Ich musste mir mehrmals das Lachen verkneifen, wenn sich wieder mal ein transpierierender Trupp vor dem Anzeigetafeln versammelt hatte, mit der einen Hand Nummern von potentiellen WGs abschrieben und sich mit der anderen den Schweiss abwischten.) Dazu kommt, dasss der Luftdruck in Alicante sehr hoch ist, da die Stadt ja auf Meereshoehe liegt. Kopfschmerzen und der bestaendige Wunsch, sich in sein Bett zu verkriechen (letzteres wurde mir zumindest berichtet) sind die Folge. Aber auch hier kehrt langsam der Herbst ein - zwar ist es tagsueber noch extrem warm, dafuer aber morgens und abends recht frisch - eh' man sich daran gewoehnen kann, hat man sich schon eine Erkaeltung zugezogen!
Bevor's jetzt aber weiter geht, will ich - auf Anfrage zweier Damen hin - euch auch an meinen Paris-Erlebnissen teilhaben lassen: Die Zugfahrt im Schlafwagen von Berlin nach Paris verlief bestens - ausser mir waren noch ein Deutscher, zwei nette Englaenderinnen und zwei Kanadier auf Rucksacktour quer durch Europa im Abteil. Mit Dirk habe ich mich dann erstmal noch zwei Stunden unterhalten, weil wir auf Anhieb eine faszinierende Gemeinsamkeit und ergiebiges Gespraechsthema gefunden haben: ERASMUS! Denn, wie sollte es auch anders sein, auch er entpuppte sich als Gesandter selbiger Organisation!... Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt - da verlasse ich das elterliche Nest um auf eine spannende Auslandsreise zu gehen und komme mir ganz unsagbar mutig vor und gleich das erste Wesen, mit dem ich eine Kommunikation beginne, zeigt mir. dass ich nur eine von ich weiss nicht wievielen Tausend bin! Dirk hatte sich fuer Montpellier entschieden.
In Paris wurde ich dann von Jean-Pierre (einem ehemaligen Erasmusstudenten - nein so ein Zufall!) in Empfang genommen. Nachdem wir meine Batallon an Gepaeckstuecken sicher in einem etwas unter Wasser stehenden Gepaeckaufbewahrungsraum verstaut hatten, ging's zunaechst mit der Metro zur Sacre Coeur am Montmartre, wo wir tatsaechlich noch zwei Sitzplaetze in einem suessen Café mit fantastischer Sicht, hinauf zur Sacre Coeur ergattern konnten. Bei Chocolat und Croissant (der Aussichtszuschlag war im Preis mit inbegriffen!) konnte ich Deutschland hinter mir, und mich vom Pariser Flair umweben lassen. Nach dem Fruehstueck haben wir der Sacre Coeur dann auch von innen einen Besuch abgestattet und gleich unbeabsichtigt einer kleinen Messe beigewohnt. Von dort aus haben wir uns treiben lassen: Zu dem suessen kleinen Kuenstlerviertel, das gleich an die Sacre Coeur anschliesst, zum Arc de Triomphe, sind die Seine entlang spaziert, haben Fotos von der Notre Dame im Abendsonnenschein gemacht, vornehm dinniert (bei den gesalzenen Preisen ueberkomt einen interessanterwiese ein ungeheurer Appetit auf Salat), sind auf den Champs Elysées flaniert sowie durch Zufall in ein unterirdisches Einkaufszentrum geraten, das mir ganz ungeheuer riesig vorkam und als Einkaufsmoeglichkeit zumindest von der Pariser Jugend exzessiv genutzt wird (die Pariskenner unter euch koennen mir in einem Kommentar ja noch mal den Namen verraten - hab ich naemlich vergessen - ach so, Kommentare koennen jetzt auch Nicht-Mitglieder schreiben). Dort habe ich witzigerweise genau den Laden wiedergefunden, in dem ich vor ca. sieben Jahren waehrend eines Schueleraustausches eine meiner absoluten Lieblings-CDs gekauft habe! Diesmal habe ich vorsichtshalber gleich zwei gekauft, falls es wieder sieben Jahre dauern sollte... Ueber soviel Paris habe ich dann etwas die Zeit aus den Augen verloren und beihnah den Nachtzug in Richtung Grenze verpasst - ein Schlusssprint quer durch den Bahnhof hat mir dann einen weiteren Tag verpasster Sprachkurs in Spanien erspart!
Am naechsten Morgen wollte ich dafuer gar nicht mehr aussteigen - freundlicherweise wurde die letzte Station in einer Lautstaerke angesagt, die dann selbst mich aus meiner Schlafstarre gerissen hat; also in Windeseile alles zusammengepackt und aus dem Zug gehupft - dreckig, verschwitzt und voellig verschlafen habe ich das erste Stueck spanischen Boden betreten, um mich gleich darauf in das Bahnhofsbistro zu hieven und einen starken Café zu bestellen!
Monday, September 11, 2006
Hola guapos, qué tal?
Heute ist ein ganz besonderer Tag: Ich habe eine Bleibe gefunden! Ist zwar "nur" meine Nummer 2, aber dafuer mit Terrasse mit ganz vielen Kuebelpflanzen, von der aus man seinen Blick ueber eine...Hauptverkehrsstrasse schweifen lassen kann (ich weiss!;) Aber wird sicher trotzdem sehr nett, auch wenn ich mich vor lauter Wg-Besuchen in den letzten drei Tagen gar nicht mehr an mein zukuenftiges Zimmer erinnern kann...
Ausser mir wohnen noch zwei Frauen dort, die eine ist Kuenstlerin, hat Architektur studiert und fotografiert fuer eine spanische Zeitung. Sie hat auch das an die Terrassse angrenzende Wohnzimmer ausgestaltet, sodass man jetzt ganz gemuetlich auf der Couch Platz nehmen und eine Sangria schluerfen kann...
Am Wochenende habe ich mich mal mit dem vertraut gemacht, was auf die meisten Erasmus-Studenten in Spanien zukommt - Fiesta toda la noche! Gegen elf trifft man sich zunaechst in einer Bar oder geht ein paar Tapas essen. (Ich habe meine Lieblingsbar schon gefunden - sie ist am Strand und man kann dort ganz wunderbar entspannende Musik hoeren, waehrend man in einem Liegestuhl liegt und den Menschen beim Meerbaden zusieht.) Danach schlendert man rueber ins Barrio, das Kneipen- und Discoviertel der Stadt. Dort genehmigt man sich dann erstmal einen Mojito, bevor man ein geeignetes Tanzlokal aussucht - und da ist der Haken - wir haben bis jetzt noch keins gefunden, das tanzbare Musik spielt. Die meisten Besucher wackeln auch nur so ein bisschen hin und her, das scheint zu genuegen. Naja, ein paar Moeglichkeiten bleiben uns noch. Tja, und wer dann um fuenf immer noch nicht genug hat (dieses Level habe ich noch nicht erreicht), der geht zum Hafen und tanzt dort weiter. Ganz ehrlich: Ich bin gar nicht so ehrgeizig, mir reicht auch einmal Ausgehen pro Woche. Lieber verbringe ich ein paar Stunden am Strand, beim Beachvolleyball oder in besagter Bar. Demnaechst will ich mal zum Castillo emporsteigen, welches hier (soweit ich weiss) die einzige nennenswerte Sehenswuerdigkeit darstellt. Trotzdem ist ein Alicante - so mein erster Eindruck - ein sehr angenehmer Ort zum Leben und Studieren (auf den Campus muss ich ja nicht explizit nochmal eingehen;)!
Der Argentinier, bei dem ich bis jetzt gewohnt habe, ist uebrigens supernett, er arbeitet in einem sehr schicken Restaurant (des koeniglichen Vereins fuer Regattasport, na gut, etwas holprige Uebersetzung) und heute abend gehen wir dort eine Paella essen, allerdings - versteht sich - nicht vor um zehn!
Damit man abends lange durchhaelt, gibt es zwischendurch die Siesta, die normalerweise von 2 bis 5 dauert, danach oeffnen alle Geschaefte wieder und bleiben im Durchschnitt bis halb zehn geoeffnet, ziemlich praktisch!
Ich hoffe, euch allen geht es genauso gut wie mir und freue mich ueber Kontaktaufnahmen jeglicher Art!
Besos y hasta luego. Und wer eine Ruhepause noetig hat, der wende sich vertrauensvoll and seinen Arzt oder Apotheker oder an mich...
Saturday, September 09, 2006
Soooo, weiter gehts
ich sitze grad an einem Ueberraschungscomputer, alle Zeichen, die ich setzen will, entpuppen sich als ganz andere, als vorgesehen. Aber jetzt habe ich mir erklaeren lassen, dass sich hinter der Sieben zum Beispiel ein Fragezeichen verbirgt...Tja, spanische Konfiguration eben...
Gestern war ich zum ersten Mal im Barrio, dem Kneipenviertel Alicantes, das ich witzigerweise (genauso wie den Strand, die Tourispots also) als einziges noch nicht im Zuge meiner Wg=Suche gesehen hatte. Soooo viele Menschen!!!! Ueberall sitzen Leute, essen Tapas, trinken un vino tinto (Rotwein) oder eine Sangria. Allerdings muss man wissen, dass sich hier vor Mitternacht kaum etwas regt, so gegen eins, zwei geht es dann richtig los! Vor lauter Schreck habe ich dann heute gleich mal bis halb eins geschlafen=hombre! Auf Dauer halte ich diese Art von Partyleben aber nicht aus, wie machen das die Spanier nur???
Ausserdem habe ich in den letzten drei Tagen einen fuer mich traurigen, die Telekommunikationsbranche entzueckenden Rekord aufgestellt: Zwanzig Euro habe ich bereits fuers Telefonieren ausgeben muessen, das ist einfach die beste Art, sich mit den Vermietern von Wgs in Verbindung zu setzen.
An diesem Wochenénde werde ich erfahren, ob ich in meine Traum=Wg einziehen darf,ich wuerde mich riesig freuen, wenns klappt!!! Das Wohnzimmer ist an einer Seite komplett vergast (oberster Stock) mit Blick aufs Meer!!! Hasta luego und muchos besos;)
Friday, September 08, 2006
Oh Mann...haette mich vielleicht vorher noch etwas intensiver mit der ganzen Blogger-Geschichte auseinandersetzen sollen -jetzt bekomme ich die Seite nur noch auf Spanisch...
Nachdem ich nun schon alle mit meinem Link versorgt habe, sollte ich jetzt auch etwas dafuer tun, dass es sich lohnt, diese Seite zu besuchen! Damit ich euch nicht gleich wieder verscheuche: Hier ist ganz furchtbar schlechtes Wetter, es regnet den ganzen Tag und der Unicampus ist das Letzte...raeusper...naja, also eignetlich sind draussen um die 35 Grad, die Sonne blitzt vom azulfarbenen Himmel und ich habe noch nie einen schoeneren Campus gesehen, obwohl ich zugegebenerweise auch noch nicht so viele beuscht habe. Das Gelaende ist rieseig, da hier alle Fakultaeten an einem Ort sind, will man von einer Fakultaet zur anderen, kommt man nicht umhin, auf gepflegten Wegen zwischen Palmen und Blumenrabatten zu wandeln, ab und zu taucht, gleich einer Fata Morgana, ein kleines Café mit (spanischen) Studentenpreisen auf, oder eine Bank zwischen zwei kleinen Teichen...jaaaaaa - ist wirklich so, hab ich keiner Touri-Beschreibung entnommen!!!
Die Uni gibt es erst seit ca. 25 Jahren, deshalb haben sich die Erbauer wahrscheinlich etwas mehr Gedanken gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie alles zusammen und etwas ausserhalb der Stadt anlegen, genauer gesagt, in San Vicente, einem kleinen Oertchen, ca. 15 (im Semester aufgrund der vielen Studenten 30) Busminuten vom Zentrum Alicantes entfernt.
Bis jetzt lege ich diese noch im Bus zurueck, aber heute abend (die Geschaefte haben hier normalerweise bis 21:15 geoeffnet, dafuer gibts eine lange Siesta) wollen wir (Marcos, der Argentinier vom Hospitalityclub, der mir freundlicherweise seine Unterkunft zur Verfuegung stellt) in ein Fahrradgeschaeft gehen, um zu sehen, ob sich dort etwas Brauchbares finden laesst!
Fortsetzung folgt heute abend, jetzt geh¨ich mal wieder auf WG-Suche...
Sunday, September 03, 2006
Na das wird jetzt bloß ein kleiner süßer Übungspost - ich mach' das schließlich grad zum ersten Mal und außerdem bin ich ja auch noch gar nicht da! Aber in 21 Stunden und 8 Minuten werde ich zumindest schon mal in den Nachtzug steigen, der mich nach Paris bringt. Hoffentlich regnet es nicht-dann hätte ich die Chance, zum ersten Mal Sacre Coeur bei trockenem Wetter zu bewundern. Die Reisetaschen sind jedenfalls gepackt und ich habe sogar noch fünf Zentimeter Platz gelassen - schließlich will ich mir in Spanien ja auch noch etwas kaufen!
Es wünscht euch allen eine geruhsame Nacht der globetrottende Kletterfrosch!
